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Universität Ulm, Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN

Bild: Universität Ulm, Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN Ansicht Süd

Bild: Universität Ulm, Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN Ansicht Nord

Bild: Universität Ulm, Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN - Mikroskop SLAVE

Bild: Universität Ulm, Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN - Mikroskopraum

Bild: Universität Ulm, Neubau Mikroskopgebäude SALVE + TITAN - Treppenhaus
Fotos:
A.I. Schnabel, A – 6830 Rankweil  


  

Beschreibung

Das neue Mikroskopgebäude der Universität Ulm am Oberberghof bietet Platz für zwei große Transmissions-Elektronenmikroskope. Die Abkürzung "SALVE" steht dabei für "Sub-Ångstrøm Low-Voltage Electron microscopy" und bezeichnet ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt der Universität Ulm zur Entwicklung eines besonders materialschonenden atomar auflösenden Geräts. Für das zweite Gerät "TITAN" wurde wegen der erwarteten Emissionen der neuen Straßenbahnlinie zum Universitätscampus am Eselsberg eine Ersatzunterbringung erforderlich. Störende Einflüsse der Umgebung wie Erschütterungen durch Fahrzeuge und elektromagnetische Felder sind am gewählten Standort minimiert. Das Projekt wurde von den Stadtwerken der Stadt Ulm als Maßnahmenträger der neuen Straßenbahnlinie mitfinanziert. 

Das Entwurfskonzept folgt konsequent dem Gedanken, ein funktional kompaktes Gebäude für die extrem störungsempfindlichen Geräte zu planen. Der zweigeschossige, nicht unterkellerte Baukörper ist als Zweibund konzipiert.Die Nord-Spange beinhaltet Laborräume, die Süd-Spange die beiden zentralen zweigeschossigen Mikroskopräume. Diese besitzen mit einer lichten Höhe von 5,20m ein ausreichend großes Raumvolumen, um das erforderliche konstante Raumklima zu gewährleisten.

Bei der Fassadengestaltung wurde Wert auf eine Reduzierung der Fensterflächen gelegt. Die fensterlose Südseite minimiert den sommerlichen Wärmeeintrag. Die Lochfassade im Norden bietet den Forschern einen blendfreien Arbeitsplatz und einen schönen Ausblick in die Natur. Das Gebäude wurde als Fertigteilbau mit kerngedämmten oberflächenfertigen Stahlbeton-Sandwichelementen für die Fassade und tragenden Betonfertigteilen für die Innenwände errichtet. Besonderes Augenmerk wurde der "Haus-im-Haus-Konstruktion" der Mikroskopräume geschenkt. Für diese Sonderräume sind das Fundament, die Wände und die Decke vom übrigen Gebäude statisch wie elektrisch entkoppelt. Um Erschütterung zu eliminieren, stehen beide Mikroskope auf luftgefederten Stahlbeton-Fundamentkörpern mit einem Gewicht von jeweils 36 t. Auf die Innenhülle der Mikroskopräume sind als Heiz-, Kühl- und Akustiksystem zusätzlich gelochte Gipskartonplatten montiert, die für eine Temperaturkonstanz von ± 1,0°K/Tag sorgen und gleichzeitig den Schall absorbieren.


Projektbeteiligte

Bauherr:
Land Baden-Württemberg vertreten durch
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm

Nutzer:
Universität Ulm
Materialwissenschaftliche Elektronenmikroskopie

Entwurfsplanung + Projektleitung:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm

Ausführungsplanung + Bauleitung:
MFP Architekten, Ulm

Tragwerksplanung:
Statix GmbH, Leipheim

HLS­Planung:
Trippe + Partner, Leinfelden­Echterdingen

Elektro­Planung:
IB Veitinger & Partner, Neu­Ulm
IB Neher Butz, Senden

Bauphysik:
Müller­BBM GmbH, Planegg


Projektdaten

Nutzfläche:
381 m²

Bruttorauminhalt:
4.550 m³

Gesamtbaukosten:
3.95 Mio. EURO

Bauzeit:
07/2016 – 10/2017

Broschüre








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